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09.03.2020
Dieser Artikel beruht auf dem Stand meines Wissens zu diesem Termin. Daher ist nicht auszuschließen, dass frühere Veröffentlichungen von mir diesen Stand noch nicht so wieder geben.

Weiter möchte ich diesen Artikel mit Rutger Bregman und Burkhard Liebsch verknüpfen. Wir haben soooo viele kluge Köpfe! Lasst uns gemeinsam nachdenken und handeln! Und auch wichtig dazu die Beiträge von Democracy in Europe Movement 2025 oder die Demokratievorstellungen des Silicon Valley.
Noch ein dramatischer Artikel eines Arztes. Verschieben wir unseren Betrachtungsrahmen: Stellen wir uns vor, diese Situation beschreibt nicht den Umgang mit dem Corona-Virus, sondern die zunehmende Gewaltbereitschaft oder den Artikel Krisen. Was dann? Diese Links unbedingt lesen!

Um den folgenden Artikel besser zu verstehen ist es sinnvoll, vorher den Artikel "Geschichte der Demokratie in der BRD" zu lesen.

Ausgangspunkt: Diese Welt wird nicht von den Mächtigen und Reichen regiert, sondern von der Dummheit, denn -  fast 8 Milliarden Menschen dieser Erde könnten gemeinsam eine völlig andere Welt gestalten! Sie müssen es nur wollen!

Was ist Demokratie? Und wie erreichen wir sie?

Demokratie verstehen und leben ist ganz einfach:  Der Schlachtruf der französischen Revolution von 1789 "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" oder der 3 Musketiere "Einer für alle, alle für Einen" von Alexandre Dumas meinen genau das:

Wenn jeder gleichberechtigt in der Gemeinschaft lebt und damit Allen alles gehört und gemeinsam geteilt wird sowie sich Jeder enstprechend seiner Möglichkeiten bestmöglich in diese Gemeinschaft einbringt ist weder eine Ausübung von Macht (Herrschaft über Andere) noch Reichtum Einzelner notwendig.

Wozu sollte noch jemand Reichtum anhäufen, wenn er alles auf dieser Welt haben kann? Es gibt nur eine einzige Einschränkung: Niemand darf Schaden an der Gemeinschaft oder der Natur anrichten! Das bedeutet zugleich die größte Freiheit für alle Menschen, die zu erreichen ist.

Mehr geht nicht mehr!

Und ein solches gemeinsames Denken und Handeln würde ungeahnte Ressourcen frei setzen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können! Wahnsinn!
Allerdings müssen wir dazu unser Denken ziemlich umstellen. Denn in einer solchen Gemeinschaft funktioniert Egoismus in allen seinen Formen nicht mehr, da damit immer Schaden für Andere oder die Natur verbunden ist. Also Gier nach Macht und Reichtum oder Ruhm, aber auch Neid, Eifersucht, Lügen und Unehrlichkeit, Angeberei usw. haben in einer solchen Gemeinschaft keinen Platz mehr.

Wir hätten schon seit über 200 Jahren genau so leben können! Daraus kann jeder Bereich unserer Gesellschaft untersucht und abgeleitet werden. Und damit ist auf einmal alles so einfach zu verstehen!
Und damals gab es weder die Idee eines Sozialismus oder gar Kommununismus oder postkapitalistische Ära oder Neoliberalismus! Es waren ganz einfache Menschen, die das formuliert haben ohne sich über seltsame Namen von Gesellschaftsystemen Gedanken gemacht zu haben! Und sie haben den Kern getroffen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen!

Seit meinem Philosophiestudium 1983 beobachte ich gesellschaftliche Entwicklungen und versuche diese mit meinem gelernten Wissen und meinen gesammelten Erfahrungen  in Einklang zu bringen. Erst jetzt ist es mir gelungen, aus vielen Mosaiksteinen ein Bild zu erzeugen.
Dabei fällt zwangsläufig auf, dass Sprache die mächtigste Waffe ist, die wir sowohl im privaten als auch im gesellschaftlichen Zusammenhang einsetzen.
Es ist mir immer wieder aufgefallen, dass Begriffe entweder falsch formuliert, interpretiert oder falsch verwendet wurden und damit zu einem falschen Denken und mit dem Denken zu falschen Motiven, Entscheidungen und Handlungen führen mussten.

Deshalb sollen hier Degriffe und ihre Bedeutung geklärt werden.

Demokratie: Einer der am häufigsten verwendeten Begriffe der jüngeren Geschichte ist der Begriff Demokratie und gleichzeitig der am häufigsten missbrauchte Begriff, vor allem, weil jeder etwas anderes darunter verstand, obwohl es doch so einfach ist. Das Gleiche trifft für den Begriff "Erziehung" zu!
Die Definition bisher besagt, dass die Herrschaft vom Volke ausgeht, die auch als Gewalt oder Macht bezeichnet wird. Die Verwendung dieser Formulierung unterstellt bereits, dass Herrschaft, Gewalt oder Macht notwendig sind, um Andere zu unterdrücken, aber wen dann? Damit wird diese Definition absurd, da Unterdrückung und Demokratie miteinander nicht vereinbar sind und sich feindlich und unversöhnlich gegenüber stehen!
Was ist dann Demokratie?
In einer idealen Demokratie ist es nicht mehr notwendig, Herrschaft, Gewalt oder Macht über Andere auszuüben. In einer idealen Demokratie sind alle Menschen gleichberechtigte Mitglieder der menschlichen Gesellschaft, wie es bereits die französische Revolution von 1789 ursprünglich formuliert hat. (Jean-Jacques Rousseau). Es gibt keine Verteilung von Macht innerhalb der Gesellschaft, unabhängig von den Funktionen, die Menschen ausüben, damit auch diese Gesellschaft im Sinne Aller funktionieren kann.

In einer Demokratie ist es also weniger wichtig, wer die Gesellschaft aktuell führt, da ein gemeinsamer Konsens über die Ziele und die Wege dazu herrscht. Wir brauchen aber Moderatoren oder andere passende Lösungen, die die Erwartungen der Menschen erfassen und dazu sinnvolle Vorschläge unterbreiten, über die dann von den Menschen im Land abgestimmt wird. Diese Moderatoren sollten fachlich und persönlich dafür geeignet sein. Aktuell sind unsere Spitzenpolitiker meist fachlich nicht geeignet, da sie weder das Wissen noch die Erfahrungen für die Übernahme ihrer Verantwortung erworben haben. Und persönlich ungeeignet, da sie nicht die Erwartungen ihrer Wähler erfüllen, sondern andere Motive und Ziele haben, die sehr unterschiedliche Ursachen haben können. Diese bleiben in der Regel verborgen. Das führt automatisch zu den unlösbaren Konflikten, die wir aktuell beobachten.
Freie und demokratische Wahlen alleine genügen nicht dem Anspruch einer Demokratie, solange die Wähler weder an den Zielen noch den Entscheidungen der Gewählten teilhaben dürfen. Auch viele Diktatoren wurden in freien Wahlen gewählt, waren damit aber nicht automatisch Demokraten.
Erst wenn  die Wähler die Ziele und Entscheidungen der Führung direkt beeinflussen können ist die Demokratie auf dem richtigen Weg. Mir ist kein Land und keine Partei bekannt, die auf eine solche Art und Weise demokratisch arbeitet. Aber alle anderen Lösungen bleiben mehr oder weniger eine Diktatur der Herrschenden, auch in Deutschland.
Eine demokratische Politik verfolgt also immer sowohl die Erfüllung des Gemeinwohls als auch das Wohl jedes Einzelnen. Das trifft auch auf die Erziehung im Sinne des Artikels "Bildung und Erziehung" zu.

Das Erreichen der Demokratie ist also Ziel und Weg zu einer idealen Gesellschaft. Daraus folgt auch, dass wir diesen Weg weltweit nur gemeinsam gehen können unter Betrachtung der individuellen Bedürfniss jedes Einzelnen und den regionalen Besonderheiten, aber auch der Entwicklung und Nutzung der Kompetenzen jedes einzelnen Menschen.

Wir haben aktuell alle Voraussetzungen, aber auch Notwendigkeiten, um diesen Weg zu gehen. Aber sie werden kaum genutzt. So ist das Informationsgefälle zwischen Google, Amazon & Co. gegenüber den Regierungen (China ausgenommen) in etwa wie Kapitalismus im 20. Jahrhundert zur Steinzeit. Da verwenden IFO-Institut und GfK noch Telefone in Callcentern, um Bürger zu Hause zu belästigen im Gegensatz zur Auswertung von riesigen Datenmengen in riesigen Serverfarmen von privaten Firmen wie Google & Co. weltweit mittels künstlicher Intelligenz. Und diese Datenmengen verraten sogar mehr über die Erwartungen, Wünsche, Ängste usw., als der betreffende Mensch selbst davon weiß oder ahnt. Und Fragestellungen, ob ein Bürger lieber schwarz, rot oder braun wählt (IFO) oder ein Produkt ganz toll am Markt findet (GfK) sind eher ungeeignet, um die Meinung der Bürger zu erfassen.

Aber: Es darf nie wieder ein Mensch den Begriff Demokratie für eigene Zwecke missbrauchen. Dafür müssen wir gemeinsam sorgen! (9)

Chance: Wir haben erstmals in der menschlichen Geschichte mit dem Internet die Möglichkeit, dass wir alle Menschen in die Entscheidungsfindung einbeziehen können. Es ist nicht mehr notwendig, dass einige Wenige die Entscheidungen für alle anderen im stillen Kämmerlein wie bisher treffen. Mit BigData haben wir gleichzeitig die technische Grundlage, um alle Erwartungen der Menschen weltweit zu erfassen.
Wie das in einem Unternehmen funktioniert beschreibt dieser Artikel.
Aber auch die Infrastruktur für Befragungen wie das Forsa-institut und viele andere sind bereits vorhanden. Wir setzen sie nur nicht ein, um unser aller gemeinsamen Ziele zu erreichen, sondern aktuell nur, um die bestehenden Verhältnisse zu zementieren für alle Zeit.

Notwendigkeit: Es gibt viele Entwicklungen, die ein gemeinsames Handeln weltweit notwendig machen. Der Kampf gegen den Klimawandel kann nur erfolgreich sein, wenn wir weltweit alle Anstrengungen unternehmen, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Davon sind wir aber noch weit entfernt, da die Interessen und Motive der gesellschaftlichen Akteure zu unterschiedlich sind. Wir können diese Ziele nur erreichen, wenn endlich weltweit alle Akteure am gleichen Strang und vor allem in die gleiche Richtung ziehen. Die aktuellen Anstrengungen sind eher chaotisch und naiv in der Hoffnung, die Auswirkungen werden wie immer nur die Anderen betreffen oder wir könnten das wie üblich aussitzen.

Weitere Ziele sind der Kampf gegen Krisen, Umweltzerstörung, Hunger, Armut, Krankheiten, Kriege, Ausbeutung und Ungerechtigkeit usw. Auch diese Ziele lassen sich nur erreichen, wenn wir weltweit endlich demokratisch gemeinsam handeln und Verantwortung übernehmen. Anders wird es nicht funktionieren!
Wenn jeder Einzelne die Möglichkeit erhält, sich verantwortungsbewusst zu beteiligen, setzen wir ungeheure Synergien frei als Grundlage für die Lösung auch sehr großer Aufgaben und Ziele.

Wie kann Demokratie praktisch gelebt werden?

Wir haben erstmals das große Glück, dass uns das Internet zum Meinungsaustausch und zur Vorbereitung von Entscheidungen zur Verfügung steht neben den gewachsenen Verwaltungsstrukturen. Wobei die Verwaltungen selbst in ihrer bisherigen Form nicht mehr notwendig sind genau so wenig wie das unheimlich viele Papier, das dort verbraucht wird. Wir finden für die unheimlich vielen Verwaltungsangestellten sicher auch bessere Jobs, in denen sie effektiver für das Allgemeinwohl tätig werden können.
Hier wird erklärt, wie das in Deutschland ablaufen sollte. Analog kann das auf andere Länder übertragen werden.
Die wichtigste Grundregel dabei ist, dass kein Schaden angerichtet und niemand bevorteilt oder vernachlässigt wird nach der Regel: "Einer für alle, alle für einen", sondern ein größtmöglicher Nutzen für alle geschaffen wird.
Jeder übernimmt Verantwortung für sein eigenes Leben, das der Menschen in seinem Umfeld, soweit das notwendig ist, und für die Natur, ohne dabei Schaden anzurichten. Wer Hilfe benötigt erhält diese durch die Menschen seines Umfeldes, Wer Ideen hat bringt diese in die Gemeinschaft ein, wer Partner benötigt bittet andere um Hilfe. Das Wissen der gesamten Menschheit steht allein frei zugänglich zur Verfügung. In diesem Sinne werden auch Kinder erzogen und ihnen das Wissen der Menschheit in altersgerechten Schritten näher gebracht. Mehr Freiheit dürfte es nicht geben, oder? Und ist doch nicht schwer zu verstehen? Da die Kinder in die selbständige Wissensaneignung heran geführt werden wird es auch weiter unterschiedliche Interessen geben. Manche wollen Wissenchaftler werden, manche den Weltraum erkunden, manche Künstler werden, manche Lehrer. Wobei jeder jederzeit seinen Beruf wechseln kann, auch nach den Interessen der Gesellschaft, die dabei nicht vergessen werden dürfen.

Ebene 1: Der größte Teil der Entscheidungen wird dort getroffen, wo die Menschen leben und arbeiten. Also in den Dörfern oder Stadtteilen. Dort wird eine offene Plattform angeboten, wo diese Menschen ihre Ideen und Gedanken oder Probleme am Ort für eine gemeinsame Diskussion einbringen. Und dort wird gemeinsam entschieden, was an diesem Ort konkret passieren soll. Analog trifft das auch für mittlere Unternehmen zu. Vergleichen lässt sich vielleicht mit dem Leben in einem großen Indianerstamm. Alles gehört allen und jeder nutzt das, was er für seine Funktion in der Gemeinschaft benötigt. Die Gemeinschaft achtet darauf, dass jeder fest eingebunden ist und haftet nach außen für jeden Einzelnen. (8)
Und es ist egal, ob ich ein Tipi oder ein Haus bewohne, ein Pferd oder ein Auto benutze usw. Die Prinzipien bleiben die gleichen.
Allerdings darf diese Struktur nur so große werden, dass sie noch überschaubar bleibt.
Ebene 2: Die nächste Ebene ist Verwaltungsgemeinschaft, also der Zusammenschluss von mehreren Dörfern oder der Stadt. Das ist nächst höhere Internetplattform. Entscheidungen, die über das Dorf oder den Stadtteil hinausgehen, werden hier eingebracht, diskutiert und gemeinsam entschieden. Das sollten also bereits viel weniger Wortmeldungen und Entscheidungen sein, als in der untersten Ebene, da das Meiste in der untersten Ebene bereits geklärt wurde. Analog trifft das für große Unternehmen zu usw.
Ebene 3: Die nächst höhere Ebene ist das Bundesland. Hier werden wieder nur die Diskussionen geführt und Entscheidungen getroffen, die auf den beiden unteren Ebenen nicht getroffen werden konnten, aus welchem Grund auch immer.
Ebene 4: Die höchste Landesebene ist dann die zentrale Plattform für Deutschland. Hier dürften nur noch ganz wenige Wortmeldungen eingehen, die dann landesweit diskutiert werden und landesweit darüber abgestimmt wird. Wie Abstimmungen demokratisch erfolgen sollten, darüber gibt es genug Erfahrungen.
Ebenen 5+6: Die nächst höhere Plattform wäre die europäische und die nächst höhere die weltweite.
Auf Ebene 6 sollten nur noch die zentralen weltweiten Aufgaben abgestimmt werden wie allgemeine Rechte und Pflichten unter Beachtung der regionalen Besonderheiten wie Sprache, Kultur und örtliche Besonderheiten, wie der Schutz von Klima und Natur, die Bereitstelllung von noch notwendigen Bodenschätzen oder zentrale Forschungsfragen wie die Nutzung des Weltalls oder Großprojekte wie das Cern, Kernfusion u.ä. Alle anderen Fragen wurden ja bereits auf den unteren Ebenen geklärt. Wobei dieses Forum trotzdem das umfangreichste ist für alle Bereiche der Gesellschaft wie Zusammenleben, Erziehung und Bildung, Wirtschaft und Landwirtschaft, Wissenschaft und Forschung usw. Für jeden gesellschaftlichen Bereich gibt es speziell dafür geeignete Moderatoren.

Es ist also eher ein Problem für IT-Techniker, diese Plattformen nach den gewünschten Vorgaben einzurichten. Und das sollte doch möglich sein, oder?

Neben diesen Plattformen benötigen wir aber Beratungen bei schwierigen Entscheidungen, bei denen viel Fachwissen Voraussetzung für sinnvolle Entscheidungen notwendig ist. Aber das dürfte auch keine unlösbare Aufgabe sein. Dabei entscheiden aber auch wieder wir, nicht die Berater!

Die Macht des Volkes bleibt also in unseren Händen, ohne wenn und aber. Und wir tragen auch alle gemeinsam die Konsequenzen bei Fehlentscheidungen, aber wir lernen daraus und machen nicht wie bisher in der Geschichte der Menschheit immer wieder die gleichen Fehler!
Und, "Einer für alle, alle für einen" heißt auch, alles gehört allen. Es ist nicht mehr notwendig, dass jemand sein Geld bzw. seine gesellschaftliche Anerkennung oder sein Eigentum (das ja gleichzeitig auch allen anderen gehört) vor anderen versteckt oder sinnlos irgendetwas sammelt und anhäuft. Warum sollte er das dann noch tun? Damit lösen sich die meisten unserer heutigen Probleme auf wundersame Weise ins Nichts auf. Kriminalität- wozu und für wen? Geheimer Handel? Waffen und Kriege? Wozu? Ausgrenzung oder Unterdrückung, Armut, Hunger, Krankheiten? Geeimniskrämerei? Dafür alles gibt es keine gesellschaftliche Anerkennung mehr! Es wird das genutzt, was da ist und jeder hat das Recht, einen Antrag an die Gemeinschaft zu stellen, gemeinsames Eigentum zeitweise persönlich zu nutzen, wenn er vorher dafür die gesellschaftliche Anerkennung erhalten hat.

Eigentum: Eines unserer größten aktuellen Probleme ist das Streben nach persönlichem Eigentum. Eigentum an Dingen, an Personen, an geistigen Ressourcen wie Wissen und Patenten usw. Aber wozu? Der Erwerb von Eigentum ist mit großem Aufwand bei der Anschaffung und der Erhaltung verbunden und der größte Teil von persönlichem Eigentum wird im Verhältnis zu nur kleinen Teilen wirklich genutzt. Mein privater PKW steht zu über 95 %. Er hat beim Kauf viel Geld verbraucht und die laufenden Kosten sind immens mit Wertverfall, Steuern, Versicherung, Werkstätten und sonstigen Kosten. Sinnvoller wäre eine Teilen von privatem Eigentum, um die erforderlichen Kosten und Aufwändungen auf viele Schultern zu verteilen. Ich würde lieber in der Zeit, in der ich einen PKW benötige, ihn für ein geringes Entgeld ausleihen und hätte damit nicht die Verantwortung für alles. Und ich würde dann den PKW ausleihen, den ich für meine Bedürfnisse tatsächlich benötige. Aber außer in den Großstädten funktioniert das kaum schon. Aber da sollten wir hin genau so wie mit vielen anderen selten benötigten Gegenständen wir Werkzeugmaschinen usw.
Das Gleiche trifft für Feriengrundstücke, Yachten, Flugzeuge usw. zu.

Leben wir in einer Demokratie?
Aktuell leben wir in einer Scheindemokratie, die in Wirklichkeit eine Diktatur ist. Wir gehen davon aus, dass wir Volksvertreter demokratisch wählen, die unsere Interessen vertreten und nennen das demokratisch. Dabei übersehen wir aber, dass die Interessen kaum unterschiedlicher sein können. Auch mir wäre es nicht möglich, in einer solchen Gesellschaft demokratische Entscheidungen zu treffen, da jede Entscheidung gesellschaftlich Beteiligte begünstigt und andere benachteiligt. Und so erhebt z.B. auch die AfD den Anspruch als demokratische Partei, da sie ja schließlich in einer demokratischen Wahl demokratisch gewählt wurde.
Es macht daher wenig Sinn, allein Politikern die Schuld an dem Dilemma zu geben, solange wir selbst nicht bereit sind, Verantwortung für unser Leben und das für unsere gesellschaftliche und natürliche Umwelt zu übernehmen. Wir müssen das von unten her demokratisch verändern. Es macht niemand Anderes für uns.

3. Soziale Marktwirtschaft
Die Begriffe sozial und Marktwirtschaft sind unvereinbar. Entweder haben wir eine Marktwirtschaft, die nach größtmöglichen Profit strebt oder eine soziale Gesellschaft für alle.
Erst wenn wir auf dem Weg zu einer Gesellchaft sind, in der das Gemeinwohl im Mittelpunkt steht sind wir auf dem richtigen Weg.
 
4. Demokratischer Sozialismus
Auch der bisher gelebte Sozialismus war keine Demokratie, auch wenn er dieser ein Stück näher kam als die Gesellschaftsordnungen davor. Aber auch im Sozialismus wurde Macht von oben nach unten ausgeübt und immer wieder neue Feindbilder geschaffen. Demokratie und Schaffung von Feindbildern oder Macht von oben nach unten ausüben ohne Zustimmung der Basis sind aber unvereinbar. Macht ausüben heißt grundsätzlich, Herrschaft über andere Menschen auszuüben und diese in ihren Entscheidungen stark einzuschränken und von der tatsächlichen "Machtausübung" selbst auszuschließen. Macht und Demokratie sind damit unvereinbar!
Damit ist ein demokratischer Sozialismus ein Begriff, der nicht zielführend ist, sondern irritiert.

Wenn wir schon mit solchen Begriffen öffentlich argumentieren müssen wir unbedingt sicher stellen, dass die Ziele und Wege klar aufgezeigt werden, damit sich die Menschen dafür oder dagegen entscheiden können oder ob sie dafür aktiv werden wollen. Als Zwischenziel ist ein demokratischer Sozialismus denkbar, wenn er im Gesamtzusammenhang präzise und verständlich formuliert wird. Aber ein orakeln mit unklaren Begriffen stößt Menschen ab und hält sie von einer aktiven Beteiligung fern.

5. Entwicklung von Sprache
Aus den bisherigen Punkten geht bereits hervor, dass Sprache häufig missbräuchlich verwendet wird, um eigene Ziele zu erreichen oder eigene Motive zu verfolgen. Wir müssen uns daher um klare Definitionen bemühen, die wasserdicht sind und keine Möglichkeit zu Missverständnissen oder Angriffen bieten.
Beispiel: Im Maschinenbau ist eine Senkkopfschlitzschraube M6x30 aus St30 nach DIN auf der ganzen Welt das Gleiche. Sie ist eineindeutig definiert . Hier können nur noch die Quantenphysiker Einspruch einlegen. ;-)
Wir müssen bei den wichtigsten Begriffen genau so verantwortungsbewusst vorgehen. Wir müssen Demokratie und andere Schlüsselbegriffe sauber definieren, so dass sie nicht missbraucht werden können und weltweit einheitlich sind wie eine Schraube M6x30 St30!
Das Gleiche trifft für den Begriff "Erziehung" zu, der genau so häufig missbraucht wird für alle möglichen Weltanschauungen oder Glaubensrichtungen.

6. Entwicklung gesellschaftlich wichtiger Bereiche auf dem Weg zur Demokratie
Wenn der Begriff Demokratie eineindeutig (mathematische Formulierung) geklärt ist leiten sich daraus alle anderen gesellschaftlichen Bereiche und deren Aufgaben automatisch ab.

Beispiele:

Erziehung und Bildung: Die Erziehung ist die bewusste und verständisvolle Begleitung junger Menschen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden mit dem Ziel, sie zu selbständig lernenden, denkenden und handelnden Menschen mit einem freien Willen zu erziehen, die Verantwortung für ihr eigenes Leben und das ihres gesellschaftlichen und natürlichen Umfeldes übernehmen. Die Grundlage dafür bildet die Bildung, die die vorhandenen persönlichen Kompetenzen bestmöglich nutzt und entwickelt. (4)
Wichtig ist dabei, dass junge Menschen alle natürlichen Lernmöglichkeiten ausschöpfen können und sich dabei lange Zeit im Bereich des Flow befinden. (3)
Die Erziehung hat aber gleichzeitig die Aufgabe, mögliche Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und Hilfe zu leisten.
Und wir müssen auch Visionären, die das Gemeinwohl fördern, eine gemeinsame Plattform bieten!

Leistungsbereitschaft: In einer Demokratie hat jeder die gleichen Rechte und Pflichten (im Rahmen seiner Handlungsmöglichkeiten, die bei Kindern, Kranken oder alten Menschen eingeschränkt sein können) und es erhält jeder die Anerkennung, die er sich selbst erarbeitet  hat (Ausnahmen wie oben). Das wird auch in diesem Artikel deutlich.
Demokratie ist also nicht wie befürchtet Gleichmacherei, in der Einige auf Kosten Anderer leben können. Auf der Basis der Anerkennung für das Erreichen gesellschaftlicher Anerkennung stellt die Gesellschaft die geeigneten Ressourcen bereit. Da gibt es also Parallelen zum heutigen Leistungslohn. Auch wünsche ich mir mehr Anerkennung für meine Beiträge und Leistungen.
Das Problem bei Geschenken ist, dass diese nicht selten zu persönlichen Fehlentwickungen führen und daher nicht das ursprünglich gewünschte Ziel erreicht wird. Und wer Nutzen für die Gesellschaft erbringt soll auch anteilig dafür belohnt werden. Ein Grundeinkommen, das bedingungslos ist, ist wahrscheinlich nicht zielführend. Wozu sollen denn Harz-IV-Kinder dann noch in die Schule gehen, wenn sie alles geschenkt bekommen, ohne dafür Verantwortung zu übernehmen? Bedingungslos nur dann, wenn auch die Pflicht zur Arbeit und der aktiven gesellschaftlichen Teilhabe wieder verankert wird.
Wenn wir irgendwann alles automatisiert haben sollten und nur noch faul in der Sonne liegen wird die Menschheit in kurzer Zeit degenerieren. Jeder Mensch braucht das Gefühl, gebraucht und anerkannt zu werden und mit Erfolgserlebnisse glücklich sein zu dürfen und einzigartig zu sein.
Ausnahmen davon sind die Menschen, die dazu nicht in der Lage sind wie Kinder, ältere Menschen mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit, Kranke und sonstiger begründeter Ausnahmen. Für diese Menschen muss die Gesellschaft die notwendige Verantwortung übernehmen.

Justiz: Es ist notwendig, dass wir die Begriffe Rache und Strafe abschaffen. An diese Stelle treten Wiedergutmachung an den Geschädigten oder Hilfe für psychisch Auffällige. Dafür müssen wir die notwendigen Voraussetzungen schaffen. (5) Der erforderliche Aufwand dafür, die Strafe in Strafanstalten abzusitzen,  ist meist weit größer als die vorgeschlagene Lösung.

7. Begründung
Wir unterliegen aktuell dem Irrtum, dass es Menschen gibt, die glücklicher als andere sind. Dabei arbeiten wir heute gesellschaftlich sehr häufig mit den Ängsten der Menschen anstelle von Hoffungen und Glück.
Jeder Mensch (Ausnahme psychisch Auffällige) strebt nach Liebe und Anerkennung, nach Sicherheit und Geborgenheit.
Das trifft für die Mächtigen genau so zu, die im gnadenlosen Wettbwerb mit anderen Akteuren stehen und Angst vor Verlust ihrer Macht, Reichtum und Position haben.
Das trifft gleichermassen für die Reichen und Superreichen zu, die befürchten müssen, dass sie im harten Wettbewerb, durch gesellschaftliche Veränderungen oder durch Klimaveränderungen oder andere Ursachen ihren Reichtum wieder verlieren könnten. Beispiele dafür gibt es genug!
Ein Leben in einer Demokratie bietet allen Menschen, also auch diesen heutigen Ausnahmen der Gesellschaft, ein Leben in Geborgenheit und Sicherheit und ein Leben, in dem sie anerkannt werden entsprechen ihrer eingebrachten Leistungen, sich frei entwickeln können, solange sie keinen Schaden mit ihren Handlungen anrichten. Auch für diese Ausnahmen der Gesellschaft ist die Demokratie langfristig die wesentlich bessere Alternative!

8. Wie geht es weiter?
Klimaentwicklung, Corona-Virus, Handelskrise, neue Ölpreiskrise, zu erwartende Börsen- und Finzanzcrashs, riesige Atom, Chemie- und Biowaffenarsenale mit völlig unbestimmbarem Gefahrenpotential, Flüchtlingskrise, die Schere zwischen arm und reich und damit zunehmende soziale Spannungen und Gewaltbereitschaft bei gleichzeitiger Zunahme der Zahl von Millionären und Milliardären usw. sind nur einige Beispiele, die die aktuelle Gesellschaft bis an die Grenzen der Belastungsfähigkeit bringen. Unsere bekannte Welt bröckelt und zerfällt immer stärker in seine Bestandteile. Die anfangs langsame und nur wenig erkennbare Entwicklung verläuft aber expotentiell. Je später wir reagieren, um so höher werden die Opferzahlen und Schäden sein!

Das Spielen mit den Ängsten der Menschen, verantwortungslose Entscheidungen und Handeln, politische Entwicklungen nach rechts sowie durch die Ängste hervorgerufene Radikalisierungen, Spiele mit Macht und Gier anstelle von Hoffnungen und der Suche nach gangbaren Lösungen sind eine große Gefahr für alle Menschen auf unserer Erde. Konservatives Denken und ein "Weiter so!" bringen unsere Welt an den Abgrund. Wir alle müssen gemeinsame Lösungen finden, wie wir eine lebenswerte Zukunft gestalten wollen. Das geht nicht ohne gesellschaftlichen Umbau. darüber müssen wir uns verständigen und wie dieser Umbau aussehen soll und welche Wege für uns dabei sinnvoll sind.

Wenn wir die Menschen für diese Veränderungen gewinnen wollen müssen wir sie über diese Alternativen so informieren, dass sie bereit sind, unsere Gedanken mit anderen zu teilen, also zu verbreiten. Und wir müssen es so tun, dass jeder Mensch seinen ganz persönlichen Nutzen erkennen kann. Ein erkennbarer Nutzen entsteht auch dann, wenn damit ein zu erwartender Schaden minimiert oder vermieden werden kann. Die wenigsten Menschen werden aus reiner Überzeugung aktiv werden, wenn der ganz persönliche Nutzen für sie nicht klar erkennbar ist!

Und wir müssen überlegen, wie wir das am sinnvollsten machen. Es macht keinen Sinn, ab heute oder morgen planlos zu zerstören, was uns nicht gefällt wie der IS oder zu protestieren, ohne weiter aktiv zu werden und aktiv zu gestalten. Wie Stalin oder Mao Zedong, deren gesellschaftlicher Umbau unzähligen Menschen das Leben gekostet hat. Wir können nicht damit beginnen, Konzerne oder Banken sinnlos zu zerstören oder Regierungen zu entlassen. Wir müssen sie nach unseren Zielen umgestalten. 
Wir brauchen ein klares Ziel. Dieses muss in Teilziele zerlegt werden und für jedes Teilziel die Wege, die Mittel, der Zeitrahmen usw. exakt bestimmt werden. (http://book-writer.de/zimor.htm)
Und wir dürfen nicht vergessen, dass wir permanent kontrollieren, was gut läuft und was geändert werden muss. Und darüber Rechenschaft ablegen und öffentlich informieren mit dem Ziel der aktiven Teilnahme unserer Menschen.

Im Quellenverzeichnis sind Analysen der historischen und aktuellen Situationen sowie daraus abgeleitet Schlussfolgerungen und gute Angebote für unsere gemeinsame Diskussion zu vielen gesellschaftlichen Bereichen, Problemen und deren möglicher Lösung aufgeführt.
Gute Ansätze für eine Gemeinwohl-Ökonomie bietet Christian Felber in (7), wobei die aufgeführten Lösungen noch einige Denkfehler enthalten. Aber das sei ihm verziehen. Wir wollen auch noch gemeinsam über bessere Lösungen nachdenken dürfen.

Jedes Denken, jede Entscheidung und jedes Handeln zieht Konsquenzen nach sich, ob im positiven oder negativen Sinne. Auch wer nichts tut, schweigt oder abwartet muss mit solchen Konsquenzen rechnen und damit leben. Wir dürfen nicht ewig warten, denn "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!" Michael Gorbatschow.

Wenn wir mit Begriffen in der Öffentlichkeit arbeiten sollten wir verstärkt solche Begriffe verwenden wie Verantwortung übernehmen, welche Rolle spielt das Lernen bei der Gestaltung von Prozessen, welche Kompromisse sind zeitweilig nötig, wie man man aus eigenen und fremden Fehlern lernen und verändern kann usw.

Wir haben so viele und große Netzwerke wie Friday for Future und ihre Partner, wie die Sammelbewegung "Aufstehen", wie Democracy in Europe Movement 2025, wie attac, Netzwerk Wachstumswende und wie sie alle heißen. lasst uns gemeinsam unsere Ideen austauschen und zu konkreten Zielen und Plänen entwickeln. Sorgen wir alle gemeinsam dafür, dass sich unsere Ideen wie Viren verbreiten und nutzen dafür aktiv alle Verbindungen, die uns bekannt sind - youtube, facebook, twitter usw. Andere machen uns das doch schon lange vor!

Entwickeln wir uns endlich vom Tier zum Homo sapiens (Definition:  lateinisch für „verstehender, verständiger“ oder „weiser, gescheiter, kluger, vernünftiger Mensch) weiter und lösen die großen Probleme der Menschheit, anstatt täglich neue zu schaffen und damit großen  Schaden anzurichten. Aber das ist noch ein langer Weg. Aber: "Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt. " Konfuzius, 
Aber wir haben dazu allein in der EU fast 450 Millionen Menschen, die wir daran beteiligen können. Exportieren wir doch endlich mal nicht nur Autos und Armeeverbände, sondern vor allem Demokratie in die restliche Welt. Sie hat doch auch hier ihre historischen Wurzeln.

Wer auch die verborgenen Seiten auf meinen Webseiten lesen möchte kann dazu Programme wie WinHTTrack oder andere verwenden oder damit meine Webseiten auf seinem Computer speichern.

Eine Anleitung für die Organisation demokratischer Bewegungen habe ich unter http://www.book-writer.de/Anleitung.pdf  zur öffentlichen Diskussion gestellt.

Ich bin zu diesen Themen bereit, mit jedem zu diskutieren, so lange das in meinem Handlungsrahmen möglich ist und die Diskussionen sachlich und ehrlich geführt werden.

Bernhard Brose
http://www.book-writer.de/impressum.html

Quellenverzeichnis
(1) www.book-writer.de
(2) www.akademie-dz.de
(3) Csikszentmihalyi, M., Flow. Das Geheimnis des Glücks
(4) http://book-writer.de/bildung.html
(5) http://book-writer.de/justiz.html
(6) Liedloff. J., Auf der Suche nach dem verlorenen Glück: Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit
(7) Felber, C., Die Gemeinwohl-Ökonomie
(8) jean Liedloff: Auf der Suche nach dem verlorenen Glück: Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit; https://www.amazon.de/Suche-nach-verlorenen-Glück-Glücksfähigkeit-ebook/dp/B01N23HIXR/ref=sr_1_fkmr0_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&dchild=1&keywords=Jean+Liedloff+vom+verlust+unsere+Glücks&qid=1587276963&sr=8-1-fkmr0
(9) https://www.philosophie.hu-berlin.de/de/lehrbereiche/anthro/mitarbeiter/schamberger/dateien/2015-gibt-es-eine-universale-philosophische-methode-abdruck.pdf